Seit dem 22. November 2021 wird der Verkehr in der Grelckstraße versuchsweise neu geregelt: zunächst ist die Straße eine Einbahnstraße mit Fahrtrichtung Rütersbarg-Stapelstraße; am Wochenende ist die Einbahnstraße aufgehoben, und es gilt eine Sackgassenregelung (Durchfahrtsperre auf Höhe Grelckstraße 5).

In der zweiten Phase soll die Fläche, auf der mittwochs der Wochenmarkt stattfindet, zur Fußgängerzone werden. Zugrunde liegt dem Versuchslabor ein Beschluss der Bezirksversammlung, der bereits im Juni 2020 gefasst wurde. Mit ihrem Beschluss hatte die BV die Ergebnisse des lokalen Beteiligungsformats „Runder Tisch Grelckstraße“ aufgegriffen. Für die Umsetzung hat es also erstaunliche 16 Monate gebraucht. Für manche war das lange Warten eine große Geduldsprobe.

Die Position der Zukunftswerkstatt zu den Versuchen ist zweigeteilt: auf der einen Seite wird begrüßt, dass endlich Ernst gemacht wird mit der Aufwertung der Grelckstraße. Dazu gehört, dass der Durchgangsverkehr reduziert wird. Auf der anderen Seite war immer klar, dass ein Versuch, wie er in Ottensen und im Rathausquartier erfolgt ist, zielführender ist. Die ZWL hätte es begrüßt, wenn die Aufenthaltsqualität von vornherein mit einer Fußgängerzone verbessert worden wäre. Ein Trost ist, dass dies in der zweiten Phase des Verkehrslabors erfolgen wird.

Allen, die besorgt sind, sei zugerufen: Mit dem Verkehrslabor werden keine endgültigen Fakten geschaffen. Es ist ein Versuch, aus dem wir alle lernen können. So viel ist sicher: Die ZWL setzt alles daran, den Versuch zu einem Erfolg zu machen – für die Passanten, für die Anwohner, für die Geschäftsleute, letztlich für alle Lokstedter.

Zum Nachlesen:

• Wenn du dich näher über die Grelckstraße und die Position der Zukunftswerkstatt informieren willst, lies bitte das Positionspapier „Die Grelckstraße – ein Zentrum für Lokstedt“, das Mitglieder der Zukunftswerkstatt bereits 2019 verfasst haben.

• „Verkehrsversuche schaden den Gewerbetreibenden.“ Stimmt das? Wir schauen uns die Verkehrsversuche im Rathausquartier und in Ottensen an. Auch dort waren die Gewerbetreibenden vor Versuchsbeginn skeptisch bis ablehnend. Interessant ist, wie sie sich am Ende positionierten. In Ottensen war es ganz ähnlich wie im Rathausquartier.

• Das Verkehrslabor, das seit November 2021 in der Grelckstraße eingerichtet ist, ist das Ergebnis eines breiten Beteiligungs- und Informationsprozesses. Die zentralen Schritte sind hier noch einmal zusammengefasst. Wir danken nicht zuletzt dem Bezirksamt Eimsbüttel dafür und regen gleichzeitig an, auch weiterhin, begleitend zu den beiden Versuchsphasen, umfassend zu informieren.